Briefkasten
Briefkasten
Der Briefkasten hat die Primärfunktion Post aufzubewahren und wurde bereits im 16. Jahrhundert erstmalig dokumentiert. Eine weitere Funktion besteht darin, entweder Briefe zu empfangen oder selbst abzusenden. Dabei unterscheidet man zwischen privaten und öffentlichen Kästen. In einen öffentlichen Briefkasten kann jeder seine Briefe einwerfen – wetterfest angebracht, schützen sie jegliche Briefsendung vor Zerstörung. In Deutschland gibt es sogar gesetzliche Vorschriften zu Qualitätsbestimmungen von Briefkästen, was den Verbraucher zusätzlich schützen soll – die Briefe sollen schließlich unbeschädigt beim Empfänger ankommen. Außerdem gibt es auch Vorschriften zur Entleerungszeit dieser Vorrichtungen.
Verschiedenste Formen und Farben offeriert der Markt – ob freistehender oder hängender Briefkasten – dem eigenen Belieben steht nichts im Wege, als das man sich nur entscheiden muss. Ein Standbriefkasten wird mit Hilfe eines Ständers bzw. eines Gestells montiert und erhält so seine Standhaftigkeit. Im Allgemeinen werden diese Kästen aus den Materialien Stahl, Aluminium oder Edelstahl hergestellt, da diese witterungsbeständig und zerstörungsresistent sind.
Besonders der Briefkasten aus Aluminium erfreut sich reger Abnehmerschaft, da bei diesem Material eine Vielzahl verschiedener Designmöglichkeiten entwickelt werden kann und außerdem allen Wettrumständen trotz. Die Pflegeleichtigkeit und ein schöner silberner Schimmer machen Aluminium zu einem ganz edlen Metall.
Da die Formen und Farben in allen Ländern variieren, kann ein Briefkasten schon mal mit einem Mülleimer verwechselt werden. Der Briefkasten der Deutschen Post hat die Signalfarbe gelb und ist in Wohngebieten zahlreich vertreten.
Zu Kaiserzeiten war der Briefkasten noch blau und war durch viele Verzierungen geschmückt. Heutzutage findet man eher einfach gestaltete Varianten – sie sollen stets funktionellen Charakter haben und die Straßen nicht schmücken. Im privaten Bereich ist es jedoch jedem einzelnen überlassen, welche Form und Farbe er bevorzugt. Versionen gibt es schließlich endlos viele. Entweder ist er mit einem Schlitz oder einer Klappe konstruiert – ganz praktisch ist der Durchwurf direkt an der Haustür, da die Briefe sofort im Hausinneren landen.
Auch bei der Größe eines Briefes wird in Deutschland nicht auf Vorschriften verzichtet – DIN EN 13724 sorgt für ein Mindestmaß, das bedeutet ein Brief im C4 Format muss hindurchpassen. In den USA wird ein und derselbe Briefkasten für eingehende und ausgehende Post benutzt – in Deutschland wird dies noch einige Zeit dauern, bis es Normalität wird.
Nachtbriefkästen werden unter anderem gern von Ämtern und Behörden abgenommen – fristgerechtes Zustellen wichtiger Unterlagen spielt dabei die wichtigste Rolle.
Es gibt den Briefkasten sogar als Anlage, inklusive Klingel und Licht oder in extravaganten Designs, der sich individuell passend zur Immobilie anfertigen lassen kann, um das Gesamtbild zu komplettieren. Um einem Briefkasten das Leben zu verlängern ist es möglich, diesen aufwändig zu lackieren. Dabei wird das Produkt mit speziellen Waschmitteln phosphatiert und entfettet – so wird der Lieblingsbriefkasten zum Lebensbegleiter.
Das Montieren eines Briefkastens geschieht entweder auf oder unter dem Putz und erhält somit seine Festigkeit – Wandalismus hat besonders bei Unterputzbriefkästen wenig Chance. Die schönste und romantischste Funktion eines Briefkastens ist allerdings geheime und liebevolle Gedichte oder Liebesbriefe zu übermitteln- ein Lächeln auf dem Gesicht des Empfängers ist auf jeden Fall Wert sich die Mühe des Schreibens zu machen – denn E-Mails verschicken kann heutzutage jeder!