Standbriefkasten
Schutz des Inhalts und Design-Objekt
Der Arbeitsweg eines Briefträgers oder eines Paketzustellers gehört wohl zu den beschwerlichsten. Bevor die Post ordnungsgemäß ihren Empfänger erreicht, muss zunächst die richtige Hausnummer und der entsprechende Briefkasten gefunden werden. Nicht selten muss der Postzusteller auf seiner Tour über unterschiedlichste Treppenstufen, im Sommer schweißtreibend und im Winter bisweilen rutschig, die Hauseingänge von Kunden erklimmen. Dabei könnten diese zeitraubenden Wege, gelegentlich gefährliche Stolperstellen, mit einer simplen Veränderung umgangen werden: der Errichtung eines Standbriefkastens.
Ein Standbriefkasten zählt zu den gängigen Ausführungen von Postkästen. Am Eingang, z.B. am Zaun oder Tor eines Grundstückes, aufgestellt, ist der Standbriefkasten für den Post- bzw. Paketdienst leicht sichtbar und zugänglich. Wenn zudem die entsprechende Hausnummer daran groß genug und in auffälliger Farbe angebracht ist, wird die Wahrscheinlichkeit stark verringert, dass Post nicht oder verzögert zugestellt werden kann. Für den Besitzer ist es gleichzeitig bequem beim Nachhausekommen die Post zu entnehmen. Wichtige Nachrichten kann er noch vor dem Übertreten der eigenen Türschwelle erfahren haben und in den eigenen vier Wänden sofort bearbeiten bzw. beantworten. Umgekehrt bedeutet die Leerung des Standbriefkastens vom Haus aus für den Eigentümer einen kurzen Abstecher an die frische Luft.
Es gibt einen weiteren Vorteil, mit dem der Standbriefkasten als Modell besticht. Andere Briefkästen müssen irgendwo angebracht werden. Sei es am Zaun, an der Haustür oder im Hausflur, vorstehend oder eingepasst – überall dort müssen die Postkästen genau geplant werden, denn ihre Verankerungen, wie. z.B. Schrauben, hinterlassen Löcher oder Beschädigungen. Der Standbriefkasten hingegen kann in den Boden, bei einem etwas längeren Stab für die Halterung, einbetoniert werden oder anhand einer speziellen Bodenplatte sicher verschraubt werden.
Da Briefkästen die Post heute nicht mehr nur vor Wind und Wetter bzw. vor fremdem Zugriff schützen sollen, sondern ebenso als Designobjekte gelten, ist der Standbriefkasten in verschiedenen Varianten erhältlich. Es gibt den Standbriefkasten aus garantiert rostfreiem Edelstahl, aus Aluminium oder Messing, gegossen in einem Stück mit rustikaler Verzierung, in den verschiedensten grellen und dezenten Farben, mit waagerechtem oder senkrechtem Briefeinwurf, mit zusätzlichem Zeitungsfach oder nach Bedarf in Übergrößen. Da der Ständer oder das Gestell zum Standbriefkasten als spezielles Merkmal dazu gehört, wird dieses schmeichelnd in den Entwurf integriert. Ein Standbriefkasten kann ein rundes oder eckiges, als Rundbogen oder einzeln auf gewünschte Höhe gebrachtes Gestänge besitzen, das sowohl einzelne private Postkästen als auch gewerbliche Anlagen tragen kann. Weiterhin kann auch die Variante des Standbriefkastens komfortabel mit einer Klingelanlage und einem beleuchteten Informationsmodul für Namen und Hausnummer versehen werden.
Die Sicherheit der Post im Standbriefkasten gegen den Zugriff Unbefugter und gegen Beschädigung durch schlechte Witterung gilt als hoch, wenn die DIN EN 13724 erfüllt ist. Diese regelt beispielsweise die Breite des Einwurfschlitzes. Zudem schreibt sie Eigenschaften für den praktikablen Gebrauch vor, indem unter anderem keine scharfen Kanten am Standbriefkasten zu finden sein dürfen. Der Gang zum Postkasten gehört zum Alltag. Mit dem persönlich zugeschnittenen Standbriefkasten wird dieses Ritual zum Vergnügen. Der Standbriefkasten leitet Liebesbotschaften, Werbungen, Wissenswertes, Rechnungen und Grüße von Freunden zuverlässig an den Empfänger und wird haltbar über lange Zeit zum Ort alltäglicher Emotionen wie Glück, Enttäuschung, Verärgerung, Sehnsucht und Hoffnung.
